Springe direkt zu Inhalt

Methodenworkshop zur Erforschung der Affekt- und Vernetzungspraktiken von Aktivist:innen in sozialen Medien

04.07.2024 - 05.07.2024

Am 4. und 5. Juli veranstalten Wissenschaftler:innen des Sonderforschungsbereichs "Affective Societies" einen multidisziplinären Methodenworkshop unter dem Titel "Understanding Mobilization on Social Media: Methodological Approaches to Activists' Affective and Networking Practices".

Wie können Forscher:innen die Rolle von Emotionen und Affekten bei der Protestmobilisierung in sozialen Medien untersuchen? Wie geht man mit riesigen multimodalen Datenmengen, sich schnell verändernden digitalen Infrastrukturen und Datenschutzgesetzen um? Was sind die Herausforderungen und Möglichkeiten digitaler Methoden und wie können qualitative Methoden auf Social Media Daten angewendet werden? Ein Methodenworkshop am 4. und 5. Juli wird diese Fragen aus einer multidisziplinären Perspektive beleuchten.

Soziale Medien haben es in der Vergangenheit marginalisierten Gruppen ermöglicht, sich zu artikulieren und die Ansichten des Mainstreams herauszufordern. Die Art und Weise, wie Aktivist:innen soziale Medien nutzen und wie sie in diesem Kontext mobilisieren und Strategien entwickeln, ist von Emotionen und Gefühlen geprägt. Manchmal bilden verschiedene Gruppen von Aktivist:innen auch emotionale Allianzen, wie z.B. zwischen einigen feministischen und antifeministischen Aktivist:innen, wie Studien zu rassistischen und Anti-Transgender-Mobilisierungen gezeigt haben.

Aber auch Alt-/Far Right- und Anti-Gender-Gruppen nutzen soziale Medien, um feministische und antirassistische Bewegungen online zu kapern. Sie haben auf verschiedenen Plattformen eigene Netzwerke aufgebaut, die oft als "Manosphere" bezeichnet werden. Die Tatsache, dass die digitale Öffentlichkeit immer fragmentierter und die Grenzen zwischen den verschiedenen Gruppen von Aktivist:innen immer unschärfer werden, macht die Untersuchung von Protestbewegungen auf Social-Media-Plattformen dabei immer komplexer.

Der Workshop

Die Veranstaltung bringt internationale Wissenschaftler:innen zusammen, die mit verschiedenen Methoden der automatisierten, quantitativen, qualitativen und multimodalen Analyse arbeiten, um die verschiedenen Ebenen der Analyse von Social Media-Daten zu präsentieren und zu diskutieren. Zu den Interessensgebieten gehören die angewandte Analyse aktivistischer Praktiken, feministische und antifeministische Protestbewegungen und ihre Formierungen in sozialen Medien, Auseinandersetzungen innerhalb und zwischen diesen Bewegungen und schließlich die Rolle von Affekt, Emotion und Verkörperung im Social-Media-Aktivismus. Fragen der technologischen, methodologischen und ethischen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Analyse sozialer Medien werden ebenfalls diskutiert.

Programm

Die Veranstalung beginnt am 4. Juli mit einer Keynote von Prof. Sarah J. Jackson (University of Pennsylvania) und fährt am 5. Juli mit Workshop-Sitzungen fort.
Die Zusammenfassung der Keynote von Prof. Sarah J. Jackson: Revisiting #HashtagActivism: Methods, Ethics, and Moving On und das vollständige Programm finden Sie hier.

  •     Keynote: 4. Juli, 18 - 20h, Hörsaal 21B, Ihnestr. 21.
  •     Workshop-Sitzungen: 5. Juli, 09:30 - 16:00 Uhr, im Seminarraum 0.2051, Holzlaube, Fabeckstr. 23/25.


Sie können die Keynote auch ohne Anmeldung besuchen. Wenn Sie an den Workshops teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis zum 24. Juni per E-Mail an andrea.lora.rojas@fu-berlin.de an.

Zeit & Ort

04.07.2024 - 05.07.2024

4. Juli: 18-20Uhr
5.Juli: ganztägig

Freie Universität Berlin - 4. Juli: Hörsaal 21 B (90 TN) Ihnestraße 21; 5. Juli: Raum 0.2051 (Holzlaube)